Sitzen untern Baum

Alle Jahre wieder spüren wir, was uns wichtig ist :

Verbundenheit, Gemeinschaft, Liebe zeigen und schenken, Freude bereiten.

Und alle Jahre wieder nehmen wir uns vor:

Dieses Mal feiern wir aber so, wie es uns gefällt und alle Jahre wieder:

Verpflichtungen & Erwartungen werden von außen an uns herangetragen.

Bei vielen Paaren steht jedes Jahr auf der Agenda: Zu deinen oder meinen Eltern, wer bekommt den heiligen Abend?

Der Druck der Erwartungshaltung, die Angst zu enttäuschen, verhindert alle Jahre wieder, dass die freien Zeiten zwischen den Jahren so gestaltet werden, wie es zu uns passt, als Paar, als junge Familie, dass wir unsere eigenen Traditionen schaffen.

Wie wäre es, wenn wir mehr leben, was uns wichtig ist, unsere Bedürfnisse & Wünsche ernst nehmen und uns selbst priorisieren?

Vielleicht feiern wir auch mit den Eltern, aber bringen unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse ein, bleiben vielleicht zum Kaffee & gehen wieder, ertragen nicht den Onkel, die Tante, die Verwandtschaft, die uns einfach nicht gut tut, ganz egal, wie deren Leben aussieht, vielleicht mögen wir das Essen nicht und möchten nicht mehr diskutieren, warum wir kein Fleisch essen.

Vielleicht ist Weihnachten auch die Zeit der freundlichen Grenzsetzung, statt alle Jahre wieder die gleichen Diskussionen zu führen.

Den nahen und ferneren Verwandten Grenzen setzen, sie unvermeidlich enttäuschen und wissen, dass dies zum Leben gehört, unser eigenes Leben führen, vielleicht auch überhaupt nicht feiern, da wir nicht religiös sind und uns einfach über die freien Tage freuen, oder ganz anders feiern, mit & ohne Menschen, mit Fremden, mit Nachbarn, mit Freunden, ganz, wie es euch gefällt:)

In diesem Sinne: Feiert wie und mit wem ihr wollt, habt ruhige, wilde, aufregende, stille Zeiten, alles darf, nichts muss:)